Prof. Dr. Timm Albers
Was bedeutet es, wenn Kinder im Alltag frühpädagogischer Einrichtungen als anders, auffällig oder fremd wahrgenommen und beschrieben werden? Und wer ist eigentlich normal? Diese scheinbar selbstverständlichen Kategorisierungen prägen pädagogisches Handeln und haben weitreichende Konsequenzen für die Bildungsteilhabe aller Kinder.
Der Vortrag nimmt die Konstruktion von Differenz in der frühen Bildung in den Blick und fragt: Wie entstehen Normen und Normalitätsvorstellungen in Kita und Krippe? Welche Rolle spielen Sprache, Interaktion und institutionelle Strukturen bei der (Re-)Produktion von Ungleichheit? Und wie kann eine inklusive Haltung gelingen, die Vielfalt – unabhängig von Behinderung, sozialer Herkunft, Sprache oder kulturellem Hintergrund – nicht als Belastung, sondern als Ressource begreift?
Ausgehend von aktuellen Forschungsbefunden und praxisnahen Fallbeispielen werden im Vortrag Handlungsoptionen erarbeitet.
Ziel ist es, sowohl theoretisches Grundlagenwissen als auch konkrete Reflexionsinstrumente zu entwickeln, die eine inklusive Praxis in frühpädagogischen Settings nachhaltig unterstützen.